Die Zahl der Obdachlosen ist in Deutschland in den letzten Jahren kräftig gestiegen, nicht nur in den Städten, sondern auch im ländlichen Raum. Bislang existieren über deren Zahl keine amtlichen Statistiken. Die Bürger denken meist, dass sie, die Obdachlosen, keine Lust haben zu arbeiten. Aber dieser Fall aus den USA zeigt, dass diese Annahme falsch ist. Der Bürgermeister von Albuquerque hatte bei einer Begegnung mit einem Obdachlosen sein Damaskus-Erlebnis gehabt und daraufhin eine Initiative ins Leben gerufen. Dieses Projekt hat bislang gezeigt, dass ein Großteil der Obdachlosen arbeiten möchte. Die Gründe für Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit sind vielfältig. Die sozio-ökonomischen Veränderungen haben zu einem stetig wachsenden Anteil von Arbeitslosen und folglich Obdachlosen geführt. Die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft haben diese Entwicklungen meist als unveränderbar hingenommen bzw. zu wenig dagegen getan, obwohl angeblich ein Arbeitskräftemangel in Deutschland herrscht. Dabei stellt nicht nicht nur die Frage der falschen Annahmen sondern auch die Frage, ob einige Hilfseinrichtungen wirklich ein Interesse daran haben, den Hilfsbedürftigen aus ihrer misslichen Lage zu helfen, wie diese Initiative in Albuquerque oder eher sich selbst?
Stat
Mittwoch, 21. Oktober 2015
Samstag, 17. Oktober 2015
Kulturbeflissenheit auf dem Lande
Kommt ein Feuilleton-Redakteur in die Provinz und wundert sich über die dortige Kulturbeflissenheit, die er in der Hauptstadt vermisst. Man könnte meinen die Zeit wäre auf dem Lande stehen geblieben. Auch in der österreichischen Provinz findet man Theater- und Opernstücke, die so in der Hauptstadt nicht mehr aufgeführt werden, weil nicht modern genug. Nun sind nicht in allen Kleinstädten die Bürger so gut kulturell organisiert. Manche Zugezogene fühlen sich mehr von den Groß- und traditionellen Universitäts-Städte angezogen oder verachten die Chancen, die sich dort ergeben, Sie versuchen deshalb ihre Freizeit in größeren Städten zu verbringen, dabei kann eine gute Zusammenarbeit in dem Kulturbereich einiges Positive bewirken. Es fehlt manchmal der Anstoss und die Initiatoren.
Mittwoch, 23. September 2015
Entscheidungsfindung in den Kommunen als Vorbild für den Bund?
Auf kommunaler Ebene gibt es mehr demokratische Entscheidungsverfahren, wie bspw Bürgerentscheide - anhörungen, Stadtteilgremien, Ortsbeiräte, sachkundige Bürger usw als auf Bundesebene. In Bezug auf Demokratie kann man auch von den Schweizern lernen. Kürzlich sagte ein Schweizer Finanzmanager auf eine Rückfrage in einem Interview bzgl. seiner Kritik am Staat, er sei nicht gegen den Staat, nur soll er auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Beispielsweise für ein neues Gesetz sollte ein oder besser zwei alte gestrichen werden. Er meinte die Schweiz hat insofern Glück, weil die Bürger die Dummheiten der Regierung über die direkte Demokratie teilweise korrigieren können. Er sieht die Politiker nicht als schlechte Menschen an, nur glauben sie, eine von ihnen ersehnte Welt per Dekret oder Manipulation schaffen zu müssen. Das Interview wurde vor dem Abgas-Skandal geführt.
Montag, 21. September 2015
Die manipulierte Republik
Der Skandal um die manipulierten Abgastests der Dieselfahrzeuge des Volkswagenkonzerns mit dem Etiquette Clean Diesel in den USA wird dem Konzern nicht nur eine hohe Geldstrafe kosten, sondern auch für die gesamte deutsche Automobilindustrie einen Flurschaden anrichten, den bislang niemand beziffern kann. Auch wenn es wie ein Einzelfall erscheint, ist vielen aufmerksamen Bürgern bewusst, dass diese Art der Vorgehensweise in vielen Bereichen gegenwärtig angewandt wird und kein Einzelfall ist. Diese Einzelfall-Darstellung wird meist von Verantwortlichen verwendet, um die Öffentlichkeit zu beschwichtigen, Kritik abzubügeln und die Haftung abzuwenden. Die Handelnden, die diese Art der Vorgehensweise praktizieren, meinen, dass es schon niemand bemerken wird und wenn doch, dann entstehen keine Konsequenzen oder diese werden nicht so schwerwiegend sein. Für Deutschland trifft die Verbreitung dieser Vorgehensweise leider immer mehr zu. Korrekturen in der Gesetzgebung und in der Praxis sind eher aus dem Ausland zu erwarten, wie in diesem Fall. Denn die Bürger, die diese Praxis innerhalb Deutschland unterbinden möchten, haben leider keine Lobby.
Ist kostenloses Bauland die Lösung für den ländlichen Raum?
Die Kreativität der ländlichen Kommunen scheint unbegrenzt, um junge Familien in ihren Ort zu holen. Nun will wieder eine Gemeinde Bauland kostenlos an junge Familien abgeben, wenn sie in den Ort ziehen. Dies ist natürlich eine Meldung in überregionalen Zeitungen wert und klingt nach einem Marketing Coup. Ein Problem für die Eltern, die in den Ort ziehen wollen, ist es Arbeitsplätze zu finden. Ideal wäre es, wenn sie selbständig wären, denn dann sind sie unabhängig von einem Arbeitgeber bzw. Arbeitsmarktsituation vor Ort. Dann muss auch noch eine Integration und gutes Zusammenleben mit der Ortsgemeinschaft gelingen. Hinzu kommt, dass man ohne Auto im ländlichen Raum mehr Zeit für Erledigungen in der nächsten Stadt benötigt. Damit fallen Familien, die auf ein Auto verzichten wollen, meist als Interessenten aus. Ein Auto bedeutet Mehrkosten und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs bedeutet mehr Zeit für den Transport einplanen. Für das gegenseitige Kennenlernen der ortsfremden Personen und der Ortsgemeinschaft wäre ein vorheriger Urlaub vor Ort sinnvoll. Danach können beide Parteien gemeinsam eine Entscheidung treffen. Gleichzeitig sollten die Unternehmen überlegen, ob sie durch die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen und Außenbüros einen Beitrag liefern können. Denn weniger Arbeitnehmer in Ballungsräumen entlasten den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt und das Aufkommen von Verkehrsstaus. Durch die Schließung von Werken und Außenstellen, fern der Zentrale, wurden erst diese Probleme in den Ballungsräumen verschärft. Dieser Transfer von Arbeitsplätzen setzt voraus, dass es Breitbandinternet im ländlichen Raum und gute Verkehrsanbindungen gibt. Ferner sollte das Kultur- und Freizeitangebot im ländlichen Raum attraktiv genug sein. Die Lücken zwischen Stadt und Land sind in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden. Um diese zu schließen bedarf einer großen Anstrengung.
Mittwoch, 16. September 2015
Mehr Demokratie wagen
Demokratie bedeutet im eigentlichen Sinne, dass die Bürger eines Staates über die Politik abstimmen. Demokratische Länder führen in der Regel weniger Kriege, weil dafür selten Mehrheiten zu finden sind. Wenn aber die Stimmung auf Krieg steht oder auf Krieg gestellt wird, dann findet die hohe Politik dafür auch Mehrheiten. Dies setzt voraus, dass die Medien und die Exekutive und Legislative mitspielen. In den letzten Jahren konnte man mitverfolgen, wie die Judikative der Politik, bspw. bei den Entscheidungen zur Eurokrise ohne wenn und aber folgte. Die Medien sind auch auf Regierungskurs, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen. Das Staatsfernsehen erhebt sogar Zwangsgebühren. Kritiker kommen in den Medien nicht zu Wort und Foren werden geschlossen. Nun fragt sich der politisch interessierte Bürger, was der höhere Sinn, der massiven und unkontrollierten Zuwanderung sein soll? Bislang hat dies ihnen noch niemand verraten. Aber gestern hat Wolfgang Ischinger von Deutschland militärische Handlungsoptionen für Deutschland in Syrien verlangt. Damit sollen die Voraussetzungen für die Befriedung Syriens als sicheres Herkunftsland geschaffen werden. Auch in der EU gibt es Konflikte unter den Mitgliedsstaaten wegen der Umverteilung von Flüchtlingen. Heute hat CDU-Politikerin Julia Klöckner damit gedroht, die deutschen EU-Beiträge, wegen der Haltung der anderen EU-Mitgliedsstaaten zu kürzen, um damit die Unkosten für die massive Zuwanderung zu bezahlen. Deutschland hat nicht nur den Stabilitätspakt sondern auch Dublin-Abkommen, nicht als gemeinsame Politik in der EU durchsetzen können. Nun wird wiederum Druck auf die anderen Mitgliedsstaaten gemacht und setzt die Existenz der EU aufs Spiel. Dabei täte Deutschland gut, nicht nur gegenüber den EU-Staaten sondern auch gegenüber den eigenen Bürgern sowie Kritikern nicht den Oberlehrer zu spielen. Das politische Schlagwort, am Deutschen Wesen mag die Welt genesen, stammt von dem Lübecker Emmanuel Geibel (1815-1884), übrigens war er ein Förderer der Weldaer Schriftstellerin Ferdinande von Brackel. Diese Maxime wurde auch von den Nazis mißbraucht. Dabei hatte Geibel mit dem Satz die Einheit Deutschlands und die Friedenswirkung auf das europäische Staatengefüge gemeint. Also nicht die Fragmentierung Detuschlands und die Polarisierung der deutschen Gesellschaft sowie die Zerstörung der EU durch Vorherrschaft der hohen deutschen Politik. Ein anderer Lübecker, übrigens zählt die Lübecker Ausgleichssprache als Hansesprache (Mittelniederdeutsch) prägte das politische Schlagwort: Mehr Demokratie wagen. Welche Weisheit in dieser vergessenen Sprache und Einsichten der Sprecher liegen, bleibt selbst den Deutschen meist verborgen. Damit wäre der Unterschied der Lübecker zu den beiden Kanzlern, die in Hamburg geboren sind, erst mal festgestellt. Die Handelsleute aus Lübeck versuchten die skandinavischen Kriege durch Verhandlungen bzw. Vermittlungen zu verhindern. Demokratie bedeutet auch einen Umgang mit Partnern (ob mit Vertretern anderer demokratischer Staaten, aus den Kommunen oder auch mit den eigenen Bürgern) auf Augenhöhe.
Wieder ein Schulbusunglück im ländlichen Raum
Bei Buxtehusen ist ein Schulbus von einer Bahn erfasst worden. Durch beherzte Reaktion der Busfahrerin ist kein Mensch zu Schaden gekommen. Die Ursache war wohl eher technischer Natur. Durch eine Automatik hat eine Gelenksperre de Bus ausgeschaltet, dabei ist diese eher für scharfe Kurven eingebaut worden. In diesem Fall hat der Bahndammüberfahrt diese ausgelöst. Dies zeigt wiederum, dass einige Schutzvorrichtungen nicht alle möglichen Ereignisse abbilden. Nun will das Busunternehmen dort keine Gelenkbusse mehr einsetzen. Einige Eltern der Schüler haben die Fahrerin verklagt. Dies mutet doch merkwürdig an, hat sie doch die Schüler aus dem Bus evakuiert.
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