Vor 50 Jahren wurde das Gebiet um die Flüsse Diemel und die Twiste sowie Teile Mitteldeutschlands (Ostwestfalen, Nordhessen und Südniedersachsen sowie Teilen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt) von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Mehrere Menschen kamen durch sie ums Leben, Flussbrücken wurden zerstört, Wege abgeschnitten, Häuser standen unter Wasser. Dieses Ereignis ist heute teilweise vergessen und wurde durch die Erinnerung an die Sturmflutkatastrophe in Hamburg 1962, der einer höheren Bedeutung in den Medien beigemessen wird, verdrängt. Es gibt mehrere Bezeichnungen für diese Katastrophe Heinrichsflut, Julihochwasser, Schwarzer Freitag von Waldeck. Das gegenwärtige Unwetter hat dagegen relativ wenig Schäden angerichtet. Hier Bilder aus dem Kreis Paderborn, Kreis Büren und Kreis Warburg Boke, Delbrück, Lippstadt, und einen Rückblick nach 25 Jahren in Etteln und Wrexen.
Stat
Mittwoch, 8. Juli 2015
Mit Kunstaktionen gegen das Dorfsterben und die Landflucht
Ein Linzer Kunstprofessor hat mit seinen Studenten eine Kunstaktion im nordhessischen Gottsbüren umgesetzt, um die leerstehenden Gebäude und den Ort für künstlerische Arbeiten zu nutzen aber auch gegen die Landflucht ein Zeichen zu setzen. Dies verschafft dem Ort eine überregionale Aufmerksamkeit und erinnert etwas an die Documenta in benachbarten Kassel. Erste Investoren haben Interesse gezeigt.
Samstag, 4. Juli 2015
Bekannte Persönlichkeiten im Dorf
Vincent van Gogh hat es schon im 19. Jh vorgemacht, der bekannte Mathematiker Alexander Grothendieck , später erst ab 1970, Johnny Depp hat gleich ein ganzes Dorf gekauft in Südfrankreich.
Warum ziehen bekannte Leute auf ein Dorf? und warum gerade Südfrankreich? Zur ersten Frage: dies mag damit zu tun haben, dass sie die Abgeschiedenheit, fernab der Großstädte und Ballungsräume, bevorzugen. Gewiss sind dort auch günstige Häuser zu kaufen. Für Südfrankreich mag auch das Klima sprechen, aber vielleicht auch die Mentalität der Bevölkerung, die diese Leute in Ruhe lässt und nicht den Kontakt sucht bzw sich nicht aufdrängt. Dieter Hallevorden genoss auch die Unbekanntheit in seinem Ort in Frankreich. Vielleicht fehlt auch ein Umfeld wie in Worpswede, bei Bremen, welches sich als Künstlerkolonie hat etablieren können. Aber es gibt verhältnismäßig wenige Prominente, die sich ansonsten in einem deutschen Dorf niederlassen, außer wenn es dort ein Schlossanwesen zu erwerben gibt.
Warum ziehen bekannte Leute auf ein Dorf? und warum gerade Südfrankreich? Zur ersten Frage: dies mag damit zu tun haben, dass sie die Abgeschiedenheit, fernab der Großstädte und Ballungsräume, bevorzugen. Gewiss sind dort auch günstige Häuser zu kaufen. Für Südfrankreich mag auch das Klima sprechen, aber vielleicht auch die Mentalität der Bevölkerung, die diese Leute in Ruhe lässt und nicht den Kontakt sucht bzw sich nicht aufdrängt. Dieter Hallevorden genoss auch die Unbekanntheit in seinem Ort in Frankreich. Vielleicht fehlt auch ein Umfeld wie in Worpswede, bei Bremen, welches sich als Künstlerkolonie hat etablieren können. Aber es gibt verhältnismäßig wenige Prominente, die sich ansonsten in einem deutschen Dorf niederlassen, außer wenn es dort ein Schlossanwesen zu erwerben gibt.
Samstag, 27. Juni 2015
Angebot und Nachfrage von Wohnraum im ländlichen Raum
In den Wirtschaftswissenschaften gibt es eine Schule, die den Markt als selbstregulierend betrachtet. So wird durch Angebot und Nachfrage der Preis ermittelt werden. Nun wird im ländlichen Raum immer argumentiert, dass der demographische Faktor der Hauptgrund für die Leerstände von Wohnraum ist. Dies leuchtet vielen Bürgern ein, es gibt immer weniger Kinder in Deutschland. Aber die Nachfrage nach Wohnraum ist dort, wo Arbeitsplätze existieren hoch und dort wo wenig Arbeitsplätze vorhanden sind niedrig. Entsprechen verhalten sich die Preise für Miete und Eigentum. Folglich fallen die Preise für Immobilien und Mieten in dem ländlichen Raum. Aber interessant sind die Vergleiche zu den Nebenkosten und Abgaben für den Wohnraum zwischen Stadt und Land. Diese Nebenkosten und Abgaben sind in der Regel auf dem Land höher als in der Stadt. Ferner beschäftigt sich dieser Artikel mit der Frage, wer diese Zusatzkosten treibt. Hier scheint die öffentliche Hand einen wesentlichen Einfluss zu besitzen. Hinzu kommt, dass auf dem Land eine höhere Mobilität notwendig ist, um Besorgungen und Arztbesuche zu tätigen. D.h. das Wohnen im ländlichen Raum scheint somit teurer als im städtischen Raum zu sein. Einzelne Programme wie Leerstandsförderungen sind da nur ein Tropfen auf dem heißem Stein und sind allenfalls leichte Anreize, aber sie sind keine langfristigen Programme, um die Nachfrage für Wohnraum im ländlichen Raum zu stärken. Vielleicht erkennen die Verantwortlichen, dass hier durch Reduzierung der laufenden Kosten im ländlichen Raum, erst eine Trendwende eingeleitet werden kann. Die Auswirkungen der geplanten Änderung der Grundsteuer wird in jedem Fall die Bewohner von Wohnraum, ob Eigentümer oder Mieter, mehr belasten, ob dadurch die Nachfrage nach Wohnraum im ländlichen Raum steigt, ist zu bezweifeln.
Dienstag, 23. Juni 2015
Deutsche Wandertag 2015
Zur Zeit findet der Deutsche Wandertag 2015 statt. Wanderer aus allen Teilen Deutschlands sind teils in regionalen Trachten zum Festumzug nach Paderborn gekommen. Einige Gruppen zeigen regionale Traditionen. Das interessante am Wandern ist, dass Städter und Ländler gleichermaßen in der Natur wandern und dass dort, in den Rastplätzen und -stätten, auch ein Austausch untereinander stattfinden kann.
Sonntag, 14. Juni 2015
Welda Schützenkönig 2015
Welda hat 2015 einen neuen Schützenkönig durch das Königsschießen ermittelt. Sein Name ist Werner Menne. Hier sind zwei Berichte über die Feierlichkeiten und das Programm.
Donnerstag, 4. Juni 2015
Besitzstandslogik im ländlichen Raum
Für Katholiken gibt das Gebot im Katechismus der katholischen Kirche, regelmäßig zum Gottesdienst zu gehen. Wer aber auf dem Land, wie gewohnt einen Gottesdienst oder eine Prozession besuchen will, findet womöglich keine Liturgiefeier mehr vor Ort. Das Gebot im Katechismus führt zu einem Anspruch der Gläubigen, der bei nicht stattfindenden Liturgieveranstaltungen zu Klagen führt. Wenn das Gebot nicht umgesetzt werden kann, dann schafft es bei ihnen Frustration, wenn zudem kirchliche Veranstaltungen ausfallen. Nun hat ein Verantwortlicher diesen Anspruch der Gläubigen auf Gottesdienste und Prozessionen als Besitzstandslogik bezeichnet, aus der sie, die Gläubigen, herausmüssen. Eigenartigerweise will die Kirche aber an der
Besitzstandslogikder Kirchensteuern nach wie vor festhalten. Wie wäre es denn mit der Halbierung der Kirchensteuern für nur zwei anstatt vier Gottesdienste pro Monat? Wenn raus aus der
Besitzstandslogik, dann aber bitte konsequent !! Zu Pfingsten 2015 wurde noch von den Kirchenvertretern gepredigt, dass die Kirche eine neue Sprache finden muss, um die gläubigen und nichtgläubigen Menschen besser anzusprechen. Das Wort B
esitzstandslogikhaben sie bestimmt nicht gemeint. Natürlich wissen die Gläubigen, dass es immer weniger Pfarrer gibt, aber mit dieser gedankenlose Sprachformulierung wird sich diese Situation in der Kirche auch nicht ändern, sondern eher verschlechtern. Die Gläubigen sollte man nicht ein X für ein U vormachen. Sie wissen meist mehr als die Kirchenobrigkeit denkt und können in der Regel gut eins und eins zusammenzählen. Aber wenn man den Kontakt mit den Gläubigen verloren hat, das Kirchenleben nur noch
managen möchteund das mitmenschliche Christsein nicht mehr richtig lebt, dann kommen diese Gedankenlosigkeiten heraus. Da helfen auch keine
Pastoralvereinbarungen.
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