Stat

Dienstag, 2. Juni 2015

Internet im ländlichen Raum

In wievielen Artikeln haben sich Autoren in den letzten Jahren mit Breitbandanschlüssen im ländlichen Raum beschäftigt? Unzählige. Aber trotz Absichtserklärungen aus der Telekombranche und aus der Politik fallen die Umsetzungen hinter den Erwartungen der Nutzer weit zurück. Nun hat wieder ein Unternehmer ein Projekt ins Leben gerufen, um vor Ort das Problem zu lösen. Offensichtlich sind die bürokratischen Hürden zu groß. Durch die fehlenden Internetbreitbandanschlüsse sind Arbeitsplätze im ländlichen Raum gefährdet und die Abwanderung von Menschen und Arbeitsplätzen sind die Folge. Warum geht es nicht so einfach, wie in anderen europäischen Ländern? Ist dies die deutsche BER-Krankheit? Nicht nur das Ansehen Deutschlands als Technologieland ist damit bedroht, sondern auch der ländliche Raum. Wenn das so weitergeht, bauen Unternehmer auch in Zukunft Strassen und Schulen. Und dies alles ohne den Staat, weil für die Daseinsvorsorge in Deutschland keine öffentlichen Gelder und Know How vorhanden sind oder sich ansonsten niemand dafür zuständig fühlt.

Dienstag, 26. Mai 2015

Pimp up our village

In der US-amerikanischen Sprache gibt es das Wort ''Pimp up'', was soviel wie aufmotzen bedeutet. Es gibt mittlerweile Fernsehsendungen, die dieses Wort im Sendetitel tragen. Übertragen auf kleine Ortschaften könnte man auch an den Titel ''Pimp up our village'' denken. Nicht zu verwechseln mit dem bekannten Programm ''unser Dorf soll schöner werden''. In Italien werden gegenwärtig in einigen Ortschaften Häuser für einen Euro zum Kauf angeboten. Allerdings sind damit Auflagen verbunden und zwar bzgl. der Renovierung der Immobilien. Es wird in dem Artikel nicht deutlich, wie die Bürgermeister Privathäuser für diesen symbolischen Preis verkaufen können. Es sei denn, die Gemeinde hat die Häuser erworben. Sinnvoller wäre es die potentiellen Neubewohner nicht nach Investitionen auszuwählen, sondern danach, ob sie zu der Ortsgemeinschaft passen und Beiträge zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben leisten. In Deutschland bestimmen letztendlich die Hausbesitzer selbst, wer die Häuser erwirbt. Bei dieser Art der Auswahl bekommt in der Regel der meistbietende Käufer den Zuschlag. Aber die Ortsgemeinschaft sollte auch ein Mitspracherecht erhalten, wie in einer Wohngemeinschaft oder in einem Mehrgenerationenhaus. Sinnvoll ist es auch gute Kandidaten für den Immobilienerwerb anzusprechen. Hierfür bedarf es eines Ausschusses, welche Neubewohner aussucht und sie anfangs betreut.

Freitag, 1. Mai 2015

Antrag auf Altkennzeichen WAR 2.0, in der Rückrunde abgelehnt

In diesem Blog wurde über die Versuche der Wiederzulassung des Kfz-Kennzeichens WAR schon mehrmals berichtet.Der Antrag auf Zulassung des Kfz-Altkennzeichens WAR wurde am 23. April 2015 im Kreistag erneut abgelehnt. Es wurde in einer vorher beantragten geheimen Abstimmung der Antrag mit einer eindeutigen Mehrheit in Höxter abgelehnt. Als Trost wurde von den Vertretern der Initiative pro Altkennzeichen geäußert, dass es in Büren auch dreimal gebraucht hat, bis dieses Altkennzeichen wieder im Kreis Paderborn zugelassen wurde. Aber dies ist ein schwacher Trost. Ob nun eine neue Argumentationslinie die Kreistagsabgeordneten beim dritten Anlauf umstimmt, bleibt abzuwarten. Gfls. kann im Vorfeld von Kommunalwahlen ein Einlenken erhofft werden, aber dafür braucht es eine gute Strategie und bei der Hartnäckigkeit der Politik auch eine gute Taktik, um auf Gegenmaßnahmen der Kommunalpolitik kontern zu können. Dafür braucht man einen guten Spielführer und eine gute Analyse der Vorgänge, die durch die geheime Wahl schwierig ist.

Vereine im ländlichen Raum

Wenn nach dem Zweiten Weltkrieg Experten vorhergesagt hätten, dass die Vereine im ländlichen Raum um das Überleben kämpfen müssen, man hätte ihnen dies nicht geglaubt. Denn die Vereine sind wichtige freiwillige Vereinigungen, die das soziale und kulturelle Leben beleben und organisieren. Sie werden deshalb von der ländlichen Bevölkerung als wichtig angesehen. Tatsache ist gegenwärtig, dass im ländlichen Raum viele Vereine immer weniger Mitglieder haben und dass der Nachwuchs ausbleibt. Meist wird durch Fusionen von zwei oder mehreren Vereinen versucht eine Zwischenlösung für diese Entwicklung zu finden. Allein im Kreis Höxter sind 59 Chöre zu 39 Chöre verschmolzen, gleichzeitig ist die Mitgliederzahl der Vereine von 1565 auf 1127 gefallen in einem Zeitraum von 2006 bis 2015. Die Tendenz ist weiter sinkend. Immer weniger junge Leute 'wachsen' nach. Wichtig wäre ein Zeichen, dass der Trend sich umkehrt, auch um die Resignation zu beenden.

Sonntag, 15. März 2015

Zur Entwicklung der ländlichen Regionen in Deutschland bis 2030

Vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung wurde eine Prognose über die regionale Entwicklung in Deutschland über die nächsten 15 Jahre abgegeben. Darin wurden die Entwicklung von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten behandelt. Fazit: Der Bevölkerungsschwund ist besonders in den ländlichen Regionen und vor allem im Osten zu verzeichnen. Die regionale Entwicklung ist aber nicht homogen. Vor allem in Ballungsräumen mit vielen Arbeitsplätzen und in Universitätsstädten soll die Bevölkerung am jüngsten sein, wahrscheinlich durch Zuwanderung. Früher(vor 1970) verzeichnete vor allem der ländliche Raum einen Bevölkerungsüberschuss. Aber durch verschiedene Faktoren hat sich dies verändert. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll Arbeitsplätze wieder vermehrt im ländlichen Raum zu schaffen. Dies würde auch den städtischen Wohnungsmarkt entspannen.

Mittwoch, 11. März 2015

Zum Tourismus im ländlichen Raum

In der Zeit ist eine Deutschlandkarte mit Hotels und Pensionen veröffentlicht in denen ausschließlich veganes und vegetarisches Essen angeboten wird. Und man glaubt es kaum, diese sind vorwiegend in ländlichen Raum zu finden. Beim ländlichen Raum denken viele Menschen an Tierzucht, Hausschlachtungen usw. aber kaum auf die Idee fleischfreier Ernährung in der Gastronomie und Hotelerie. Aber vielleicht schafft diese Karte vor Ort ein Umdenken?

Donnerstag, 5. März 2015

Zum Immobilienmarkt im ländlichen Raum

Der Immobilienmarkt in Deutschland ist in Bewegung, während im ländlichen Raum die Verkaufspreise für Immobilien fallen, steigen in den Großstädten diese Preise. Gleiches gilt entsprechend für den Mietzins. Nun wurde in einer Studie festgestellt, dass es sich für Investoren nicht mehr lohnt in Metropolen (München, Frankfurt usw) zu investieren, sondern in kleineren Städten wie Wolfsburg und Fulda beispielsweise. Dort sollen sich Immobilieninvestments aufgrund des Abstands der Eigenkapitalrendite zu empfohlener Mindestrendite am meisten lohnen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte man glauben, dass der ländliche Raum auch von diesen Investments (viele ausländische Konzerne) investieren mittlerweile in deutsche Immobilien. Dies würde aber auch einen Zuwachs der Zahl an Arbeitskräften und des Lohnniveaus im ländlichen Raum bedeuten. Aber was wahrscheinlicher sein wird, ist dass einige Mieter (Rentner und Bezieher von Geundsicherung) aus den Ballungsräumen in den ländlichen Raum übersiedeln, wenn die Infrastruktur (u.a. das Angebot an Einzelhandel, medizinischer Versorgung und gute Verkehrsanbindungen) noch ausreichend gut erhalten ist.